RGB+CCT LED-Streifen

RGB+CCT LED-Streifen

RGB+CCT LED-Streifen enthalten, wie die Bezeichnung unschwer erkennen lässt, eine Kombination aus RGB, sowie warm- & kaltweißen LEDs (CCT). Es lassen sich also intensive Farbeffekte und eine stufenlos einstellbare Farbtemperatur mit nur einem Band realisieren.

I.d.R. sind dabei alle LED-Chips in nur einem LED-Gehäuse verbaut, so dass auch in sehr kurzen Entfernungen bereits eine gute Farbdurchmischung erreicht wird. Einzelne, farblich abweichende Lichtkegel sollten nicht erkennbar sein.

RGB+CCT LED-Band

Da insgesamt 5 verschiedene LEDs – Rot, Grün, Blau, Warmweiß und Kaltweiß verbaut sind, werden die Streifen auch als 5-Kanal LED-Streifen bezeichnet.

 

RGB+CCT Steuerung

Zur Ansteuerung der RGB+CCT LED-Streifen werden daher auch spezielle 5-Kanal Controller benötigt, sowie die passenden Fernsteuerungen. Natürlich bietet der Markt hier bereits eine Auswahl geeigneter Komponenten:

Die Controller bieten die passende Anschlüsse für alle 5 LED-Kanäle und entsprechend leistungsfähige Ausgänge, so dass sich bis zu 20m RGB+CCT LED-Streifen an nur einem Controller betreiben lassen. Für derart hohe Leistungen besitzt der Controller parallel geführte Spannungseingänge (V-, V+).

Die Fernsteuerungen werden über eine kleine Lerntaste angelernt und haben dann bis zu 30m Reichweite. Ein Sichtkontakt ist nicht notwendig.

RGB+CCT LED Controller Anschluss

Nachteile & Kritik an 5-Kanal LED-Streifen

Die im Gegensatz zu reinen RGBW-LED-Streifen zusätzliche, stufenlose Farbtempertur-Steuerung der neuen RGB+CCT Streifen mag für einige ein willkommenes Zusatz-Feature sein. Es wird aber durch eine Reihe Nachteile erkauft:

1) Mehr Komponenten auf gleichem LED-Band

Durch die 5-Kanäle beim RGB+CCT steht auf dem LED-Band insgesamt noch weniger Platz zur Verfügung, als bei RGBW (4-Kanal). Speziell die weißen LEDs fallen entsprechend kleiner und schwächer aus.

2) Weniger Helligkeit bei Weiß

Typische LED-Controller steuern warm- und kaltweiße (CCT) LEDs immer so an, dass die Helligkeit konstant bleibt. Eine mittlere Farbtemperatur wird also z.B. mit 50% warmweiß und 50% kaltweiß gemischt, so dass sie nicht heller ist, als volles (100%) warmweiß oder 100% kaltweiß. Da bei RGB+CCT LED-Streifen kleinere weiße LEDs verwendet werden müssen als bei RGBW, ist das gemischte Weiß hier im Endeffekt immer weniger hell als bei reinen RGBW-LED-Streifen.

3) Höheres Ausfall-Risiko

Lötkontakte und Leiterbahnen müssen bei RGB+CCT platzbedingt kleiner ausfallen als bei RGBW. Das Ausfallrisiko steigt dadurch.

 

Fazit

Es gilt also bei der Projektplanung zu überlegen, ob man die stufenlose Farbtemperatureinstellung zwingend benötigt. Auch mit RGBW lassen sich gezielt Farbtemperaturen einstellen, indem den weißen LEDs einfach rot oder blau beigemischt wird. In einem extra Artikel beschreiben wir das Verfahren genauer und vergleichen RGBW mit RGB+CCT im Detail.

 Viele RGBW-Fernsteuerungen erlauben es dann, diese eingestellten Farbtemperaturen auch abzuspeichern, so dass feste Werte jederzeit abgerufen werden können. Nur stufenlose Farbtemperatur ist nicht möglich. Für die allermeisten Anwendungen sollten 2-3 fest eingestellte Farbtemperaturen aber sicher genügen.

Noch einfacher wird die Entscheidung bei einem Projekt mit ZigBee-Steuerung, z.B. über PHILIPS HUE. Die HUE App bietet automatisch eine stufenlose Farbtemperatur-Steuerung auch bei RGBW-LEDs. D.h. die HUE-Steuerung mischt selbsständig blaue und rote LEDs zu und kann so einen großen Farbtemperaturbereich auch bei RGBW stufenlos abdecken.

Dim2Warm LED Streifen

Dim2Warm LED-Streifen

Hinter Dim2Warm LED-Streifen steckt folgende Überlegung: Herkömmliche Glühlampen verändern Ihre Farbtemperatur, wenn Sie gedimmt werden. Sie werden immer wärmer / rötlicher. Eine stark gedimmte Glühlampe erscheint nicht mehr warmweiß, sondern schon deutlich orange.

Beim Dimmen von LED hingegen ändert sich die Farbtemperatur gewöhnlich nicht. Egal weit herunter ein warmweißer LED-Streifen gedimmt wird, er bleibt immer konstant bei 3.000 Kelvin (oder 2.7000K – je nachdem, welches LED-Band Sie gewählt haben).

Nicht wenige Menschen verbinden jedoch die Farbtemperaturänderung beim Dimmen in Richtung wärmerer Farben mit Gemütlichkeit und Behaglichkeit. Hier setzen nun Dim2Warm LED an, die genau dieses Verhalten simulieren. Es werden dabei typische warmweiße LEDs mit z.B. 3.000K und extra warmweiße mit z.B. nur 1.800K gemischt. Auf einem Dim2Warm LED-Streifen sieht man dann z.B. 2 verschiedenen LED-Reihen.

Je mehr gedimmt wird, desto stärker verschiebt sich die Mischung Richtung 1.800K LEDs. In der niedrigsten Dim-Stufe glimmen dann nur noch die fast organgen 1.800K LEDs und die typischen 3.000K LEDs leuchten gar nicht mehr.

Dim2Warm LED-Sets

Damit dies funktioniert, muss natürlich auch ein entsprechender Dim2Warm Controller eingesetzt werden, der die LEDs wie gewünscht ansteuert. Eine Variante sind hier kleine Controller-Module von CASAMBI, die sich auch über Bluetooth steuern lassen. Damit lassen sich dann passende Dim2Warm LED-Streifen ansteuern:

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Dim2Warm Lampen

Neben Dim2Warm LED-Streifen gibt es natürlich noch einige weitere Lampen und Leuchten, mit denen sich ein Dim2Warm Effekt erreichen lässt. Am bekanntesten sind dabei sicherlich spezielle Dim2Warm LED-Spots:

Folgendes Video zeigt die Funktion einer Dim2Warm Installation am Beispiel einer Bar-Beleuchtung:

Kritische Betrachtung

Es bleibt natürlich die Frage, warum ein Band, dass sowieso schon LEDs mit 2 verschiedenen Farbtemperaturen einsetzen, nicht gleich so ausgelegt bzw. angesteuert wird, dass sich Farbtemperatur und Helligkeit einzeln regeln lassen? Also so, wie bei einem klassischen LED-Band mit einstellbarer Farbtemperatur (CCT). Der Aufwand für die Herstellung des LED-Streifens, sowie für die Controller ist ja identisch.

Insgesamt bietet ein klassisches CCT-LED-Band damit mehr Flexibilität. Es können auch gedimmte, kühlere Lichttöne eingestellt werden oder hellere, warme Lichtfarben. Viele Controller bieten hier die Möglichkeit, entsprechende Einstellungen auch abzuspeichern, so dass schnell die gewünschte Lichtfarbe abgerufen werden kann.

Dim2Warm Lösungen sind daher vor allen interessant, wenn es wirklich rein darum geht, das Verhalten von typischem Glühlicht möglichst einfach nachzubilden und weitere Möglichkeiten nicht gewünscht und nicht benötigt werden.

230V Strip

230V LED-Streifen

Gewöhnlich arbeiten LED-Streifen mit 12 Volt oder 24 Volt. Digitale LED-Streifen oft sogar nur mit 5V.

Je höher die Spannung ist, desto einfacher ist es, lange LED-Installationen ohne Helligkeitsverlust zu realisieren. Der Spannungsabfall, der den Helligkeitseinbruch verursacht, ist bei höheren Spannungen weniger problematisch.

Hier setzen 230V LED-Streifen an.

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Vorteile von LED Streifen mit 230V

1) Lange Installationen ohne neue Spannungseinspeisung

Bei LED-Bändern mit 230 Volt Betriebsspannung fließt ein sehr geringer Strom.

Zum Vergleich ergibt sich bei einem LED-Lichtband mit 10 Watt/m Leistung und 12V Betriebsspannung auf 5m Länge eine Stromstärke von über 4 Ampere. Dies ist schon recht viel für die dünnen, stromführenden Leiterbahnen auf dem LED-Band und kann zu Helligkeitsunterschieden führen. Um dem entgegen zu wirken, muss hier regelmäßig – min. alle 5m – die Spannung neu in das Band eingespeist werden.

Die selbe Leistung ergeben bei einem 230V LED-Lichtschlauch nur etwas über 0,2 Ampere.

230V LED-Streifen können daher problemlos in Längen von 20m und mehr ohne neue Spannungseinspeisung verlegt werden.

2) 230V LED-Streifen benötigen kein Netzteil

Typische LED-Streifen mit 12 oder 24V benötigen ein vorgeschaltetes Netzteil, dass die in Europa übliche 230V Netzspannung in Niedervoltspannung für die LEDs umformt. Bei höheren Leistungen (ab 100 Watt) sind die Netzteile auch zunehmend groß und es muss ein geeigneter Platz dafür gefunden werden.

Ein Netzteil ist zudem immer auch ein weiteres Bauteil, was kaputt gehen KANN. Allerdings sind moderne, hochwertige Netzteile äußerst robust und gegen nahezu jede Art Fehlbedienung geschützt sind. Verpolung, Überlast, Überspannung, Feuchtigkeit, zu hohe Temperatur usw. – nahezu jeder denkbare Fehler wird vom Netzteil erkannt und zur Not schaltet es sich selbst ab.

LED Netzteil
LED-Netzteil für 24 Volt

230V LED-Streifen arbeiten bereits im richtigen Spannungsbereich. Daher ist hier kein Netzteil erforderlich.

Nachteile von 230V LED Bändern

1) Lebensgefährlicher Spannungsbereich!

Typische LED-Streifen arbeiten im Bereich der sogenannten Schutzkleinspannung, die in Europa auf 60VDC festgelegt ist. D.h. alle Gleichspannungen kleiner 60 Volt sind für den Menschen ungefährlich und Sie können daher LED-Bänder mit 5, 12 oder 24V beliebig kürzen, verlängern, selbst Kabel anlöten usw.

Ganz anderes bei einem LED-Schlauch mit 230V! Dieser Spannungsbereich ist lebensgefährlich und nur eine Berührung im falschen Moment kann tödlich sein. 230V LED-Bänder dürfen daher auf keinen Fall von einem Laien gekürzt, verlängert oder in sonst einer Art verändert werden! Nur eine Elektrofachkraft darf hier ggf. Änderungen vornehmen.

Daher werden 230V LED-Streifen auch ausschließlich im Silikonschlauch als sogenannter 230V LED-Lichtschlauch verkauft. Dieser schützt vor unbeabsichtigter Berührung und darf keinesfalls entfernt werden.

2) Flickergefahr!

230V LED-Streifen nutzen die vorhandenen 230V Wechselspannung für Ihre Stromversorgung. In Europa haben wir länderübergreifend eine Wechselspannung mit 50Hz Frequenz. Die meisten 230V LED-Bänder haben einen kleinen Gleichrichter vorgeschaltet, der aus der 50Hz Sinuswelle quasi eine Halbwelle umpolt, so dass beide Halbwellen für den Betrieb der LEDs genutzt werden können.

Aus der 50Hz Sinuswelle werden Halbwellen mit 100Hz Frequenz

Die LEDs werden nun also mit einer pulsierenden 100Hz-Spannung betrieben und da LEDs keine Trägheit besitzen, pulsiert auch das Licht mit 100Hz – d.h. 100 x pro Sekunde wird es hell und dunkel!

Dieses Flickern ist gesundheitsschädlich, kann zu Migräne, Schwindelanfällen usw. führen. Nutzen Sie derartige 230V-LED-Streifen keinesfalls für eine Raumbeleuchtung!

Hochwertigere, teurere Modelle nutzen eine aufwendige Elektronik, um die Halbwellen etwas zu glätten. Der Flickereffekt wird dadurch geringer. Allerdings bieten viele hochwertige Modelle dann auch wieder eine Art Dim-Funktion und sobald diese genutzt wird, steigt die Gefahr des Flickerns wieder. So sind z.B. 230V-LED-Streifen im Handel, bei denen trotz hochwertiger Elektronik unter 60% Dimmung wieder ein wahrnehmbares Flickern auftritt.

Anm.: Auch normale 12V und 24V LED-Streifen werden für das Dimmen i.d.R. gepulst. Man spricht von der sogenannten Pulsweitenmodulation, kurz PWM. Allerdings arbeitet die PWM viel schneller (400Hz oder bei besseren Controllern 1.500Hz) sind üblich und dies ist so schnell, dass keine Gefährdung mehr besteht. Näheres dazu finden Sie in unserem Blog.

3) Verkürzte Lebensdauer

Für eine lange Lebensdauer bei LED-Streifen ist es wichtig, dass diese Ihre eigene Verlustwärme optimal abgeben können. Auch die besten LEDs haben heutzutage noch immer etwa 50% Verlustleistung, die 1-zu-1 in Wärme umgewandelt wird und den LED-Chip schnell altern lässt.

Je besser die Wärme z.B. von einem Aluprofil, auf das der LED-Streifen geklebt wurde, aufgenommen werden kann, desto länger werden die LEDs hell und ohne sichtbare Farbdrift leuchten.

230V LED-Streifen müssen aber, aufgrund der Gefahr eines tödlichen Stromschlags von einem dicken Silikonschlauch umgeben sein.

Dieser verhindert die Wärmeabgabe von den LEDs zu einem Aluprofil weitestgehend, so dass die Verlustwärme in den LED-Chips bleiben muss und diese deutlich schneller altern lässt.

4) 230V LED-Lichtschlauch kann vergilben

Günstigeres Silikon kann recht schnell altern. Dabei vergilbt der Lichtschlauch zunehmend und verändert damit natürlich auch Farbe und Helligkeit der gesamten Installation. Höhere Temperaturen und Sonnenlicht können den Effekt beschleunigen.

LED-Band mit vergilbtem Silikon

Generell sollte bei LED-Installationen wirklich nur dort Varianten mit Silikonhülle eingesetzt werden, wo es unbedingt nötig ist – also im Außenbereich oder ggf. in Feuchträumen wie dem Bad. Bei 12V oder 24V LED-Streifen ist dies auch kein Problem, da es hier sehr viele Lichtbänder ohne Silikonhülle gibt. Diese können einfach in Aluprofile eingeklebt werden, was ein deutlich besserer und langlebiger Schutz für die LEDs ist.

230V LED-Bänder gibt es aber aufgrund des notwendigen Schutzes vor Stromschlag nur im Silikon-Schlauch. Achten Sie beim Kauf auf hohe Qualität und nehmen Sie keinesfalls billige Anbieter! Die Gefahr ist hier sehr groß, dass günstiges, schnell vergilbendes Silikon verwendet wurde.

5) Nur in großen Abständen teilbar

Als Laie dürfen Sie 230V LED-Streifen überhaupt nicht teilen. Benötigen Sie nicht die gesamten 5m, 10m oder 20m eines 230V LED-Lichtschlauchs, dürfen Sie den nicht benötigten Rest keinesfalls abschneiden, sondern müssen ihn in eine Schlaufe legen, verstecken oder sonst irgendwie damit klar kommen.

Eine Elektrofachkraft dürfte prinzipiell den 230V Lichtschlauch kürzen oder auch in für Sie passende Längen aufteilen plus ggf. mit neuen Anschlusskabeln versehen. Dafür ist die Elektrofachkraft entsprechend ausgebildet.

Problem ist aber hier, dass sich 230V LED-Streifen nur in sehr, sehr groben Abständen überhaupt teilen lassen. I.d.R kann nur alle 1m gekürzt werden. Damit ist passgenaues Arbeiten natürlich kaum möglich.

Zum Vergleich: 12 und 24 Volt LED-Streifen können häufig alle 5cm, z.T. sogar alle 2cm gekürzt werden und sind damit an fast alle Gegebenheiten anpassbar.

LED-Band mit einstellbarer Farbtemperatur
24V LED-Band – teilbar alle 16mm

Warum sind 230V LED-Streifen nur in derart groben Abständen teilbar?

Eine einzelne LED arbeitet gewöhnlich mit einer Betriebsspannung von etwas über 3 Volt. Für LED-Streifen mit höheren Betriebsspannungen werden daher mehrere LED in Reihe geschalten. Bei 12V LED-Streifen z.B. 3 LEDs in Reihe, bei 24V sind es 6 oder 7 LEDs. Eine solche Reihe bildet ein Segment auf dem LED-Band und nach jedem Segment kann das Band problemlos durchgeschnitten werden. Wird jedoch innerhalb eines Segmentes geschnitten, ist das komplette Segment zerstört und leuchtet nicht mehr.

Für einen LED-Lichtschlauch mit 230V müssen natürlich noch viel mehr LEDs in Reihe geschaltet werden. Anstatt 3 oder 6-7 sind es hier dann 60 LEDs pro Segement oder noch mehr. Entsprechend lang (oft 1m) ist ein solches Segment und dadurch ergibt sich die nur sehr grobe Teilbarkeit von 230V LED-Streifen.

Noch einmal der ganz klare Hinweis: Laien dürfen 230V LED-Bänder überhaupt nicht teilen!

Fazit: Wo sind 230V LED-Streifen geeignet?

230V LED-Streifen sind kaum für Anwendungen im Innenbereich geeignet.

  • Die Teilungsabstände sind zu ungenau. Die LED-Bänder passen nicht zu den Wandlängen und Raumgegebenheiten.
  • Die notwendige Silikonhülle erschwert die Installation. Für Laien ist der 230V Spannungsbereich sowieso lebensgefährlich, so dass man hier gar nicht am Band herumschneiden sollte.
  • Durch das Silikon kann das Band zudem schneller altern.
  • Es besteht Gesundheitsgefährdung durch Flickereffekte!

230V LED-Bänder im Außenbereich

Beim Außeneinsatz, z.B. im Garten oder eventuell auf der Terrasse, können 230V LED-Bänder eine überlegenswerte Option sein. Insbesondere, wenn sehr große Längen geplant sind und es rein als Effektbeleuchtung dient.

Im Außenbereich wird aufgrund der Witterungseinflüsse sowieso ein Schutz durch Silikon (Hülle, Überzug o.ä.) notwendig, egal ob 230 Volt oder 24 Volt, so dass die 230V-Varianten hier keinen expliziten Nachteil haben.

Der geringe Teilungsabstand spielt außen häufig keine so entscheidende Rolle, da die Bänder nicht so präzise verlegt werden müssen. Im Garten z.B, können einfach 20m in Schlaufen um Bäume oder Sträucher gelegt werden. Bei einer Terrasse können größere Längen am Geländer und dergleichen befestigt werden. 10cm mehr oder weniger sind dabei häufig nicht so entscheidend.

Großer Vorteil bei 230V LED-Streifen ist, dass Sie auch bei großen Längen (z.B. 20m und mehr) nicht wiederholt die Spannung neu einspeisen müssen. Dies vereinfacht den Aufbau deutlich.

Zum Schluss daher eine kleine Auswahl passender 230V LED-Bänder für den Außenbereich. Ausnahmslos von – hier sehr seltenen – deutschen Händlern:

Neonflex LED-Band

Neonflex LED-Bänder

Neonflex LED-Band

Neonflex-LED-Bänder sind noch relativ neu am Markt, aber bereits in zahlreichen Varianten verfügbar. Der Clou dabei ist die durchgehend homogene Erzeugung eines Lichtbandes, bei dem keine Einzel-LEDs mehr wahrnehmbar sind! Oft wird ein Neonflex-Band daher auch als LED Lichtschlauch bezeichnet.

Damit sind Neonflex LED-Streifen für eine ganze Reihe Anwendungen interessant:

  • Logos und Schriftzüge mit Leuchteffekt
  • Konturenbeleuchtung, auch an geschwungenen Linien
  • Einsatz an Fassaden, da die Bänder auch wasserfest sind
  • Orientierungs-Licht und generell Effekte

Zusammengefasst also überall, wo die LED-Bänder im sichtbaren Bereich sind, aber der Einsatz mit Aluprofilen und milchigen Abdeckungen unpraktisch oder unmöglich ist.

Der Neonflex Lichtschlauch besteht dabei aus einer milchig-opalen Silikonhülle, in die das Band eingelegt ist. Das Silikon ist so beschaffen, dass dabei keine einzelnen LEDs mehr wahrnehmbar sind. Egal, ob das Band gerade leuchtet oder ausgeschaltet ist.

Je dichter die LEDs innerhalb des Bandes angeordnet sind, desto gleichmäßiger ist die Ausleuchtung. In aller Regel sind die LEDs so dicht beieinander, dass ein komplett homogenes Lichtband entsteht.

Es gibt aber einige Varianten (z.B. bei RGB-Neonflex-Bändern), bei denen die LED-Abstände etwas größer sein können und zumindest kleine Helligkeitsschwankungen wahrnehmbar sind. Ob diese störend sind oder nicht, ist von Anwendung zu Anwendung verschieden.

RGB Neonflex, vertikal biegbar
Neonflex RGB mit wahrnehmbaren LED

RGB Nenflex, horizontal biegbar
Neonflex RGB mit perfekter Homogenität

Die meisten Neonflex-Streifen erzeugen ein perfekt homogenes Lichtband, insbesondere solche mit horizontaler Biege-Orientierung.

Orientierung und Typen von Neonflex

Ganz generell kann man zwischen 2 grundlegenden Typen unterscheiden. Da das innen liegende, flache LED-Band natürlich nur in eine Richtung biegbar ist, gibt es auch bei Neonflex eine klar vorgegebene Biegerichtung. Nachfolgend die 2 unterschiedlichen Varianten im Aufbau-Schema:

Vertikal biegbar ↕

Aufbau eines Neonflex-LED-Streifen mit vertikaler Biege-Orientierung

Im vertikal biegbaren Neonflex liegt das Band flach und strahlt direkt nach oben in die milchig-opale Silikonhülle. Dieses Variante ist nach oben und unten biegbar, aber nicht seitlich.

Horizontal Biegbar ↔

Aufbau eines Neonflex-LED-Streifen mit horizontaler Biege-Orientierung

Im horizontal biegbaren Neonflex liegt das LED-Band aufrecht und strahlt indirekt über Reflektion in die Silikonschicht. Damit ist es seitlich biegbar, aber nicht nach oben/unten.

Anwendung Neonflex

  • geschwungene Konturen
  • Orientierungslicht, Effekte

Anwendung Neonflex

  • Schriften & Logos
  • Orientierungslicht, Effekte

D.h. für Leucht-Schriften, Logos usw. werden in aller Regel Neonflex-Bänder mit horizontaler Biegeoption verwendet. Bei allen anderen Anwendungen kommt es darauf an, welche Biegerichtung gewünscht ist. Bei den horizontalen Varianten sind durch die aufrechte Anordnung des LED-Streifens zudem sehr schmale Varianten möglich.

Farboptionen

Wie bei gewöhnlichen LED-Streifen gibt es auch beim Neonflex viele verschiedene Optionen bezüglich Farbtemperatur oder auch Effektfarben. Auch Pixel-Neonflex-Bänder, bei denen sich jede LED einzeln ansteuern lässt und so Lauflichteffekte und Animationen ermöglicht, sind verfügbar.

Neonflex-Band weiß, horizontal
Weiß, horizontal
Neonflex-Band weiß, vertikal
Weiß, vertikal
Neonflex-LED-Band mit einstellbarer Farbtemperatur
Einstellbare Farbtemperatur
RGB Neonflex
RGB, horizontal
RGB-Neonflex, vertikal biegbar
RGB, vertikal
Pixel Neonflex für Lauflicht
RGB Pixel

Installation von Neonflex LED-Streifen

Neonflex-Bänder können ganz genau so betrieben werden, wie normale LED-Streifen. D.h. ein in der Spannung passendes Netzteil muss die Stromversorgung bereit stellen und über entsprechende Controller kann das Band gedimmt oder ggf. in der Farbe verändert werden. Alle Regeln und Hinweise, die für normale LED-Streifen gelten, gelten auch für Neonflex. Dazu zählen u.a.:

  • zu lange LED-Ketten ohne neue Stromeinspeisung vermeiden
  • Die Bänder nicht zu stark knicken oder biegen (Angaben beachten!)
  • Neonflex können an entsprechenden Trennmarken einfach abgeschnitten werden
  • Neue Anschlusskabel möglichst anlöten

Der letzte Punkt ergibt sich im Prinzip fast von selbst, da Steckverbinder und LED-Clips, die auch bei normalen LED-Streifen schon vermieden werden sollten, bei Neonflex durch die Silikonhülle gar nicht passen.

Wird ein Neonflex-Band abgeschnitten und ggf. ein neues Kabel angelötet, kann die Schnittstelle mit Silikon bei Bedarf wieder wasserdicht versiegelt werden. Den Bändern liegen meist einige Endkappen bei, die zum Verschluss von Schnittstellen genutzt werden können.

Häufig gibt es in der Packung auch einige Halteklammern für die Montage. In aller Regel besitzen Neonflex-Bänder keine Klebestreifen auf der Unterseite, da diese bei den schweren Silikonschläuche nicht genug haften würde. Die Montage sollte daher über richtigen Montagekleber oder über die Halteklammern erfolgen.

Montage-Set für Neonflex-Band
Montage-Set für Neonflex

Nachteile von Neonflex-Bändern

Neonflex hat im Vergleich zu normalen LED-Streifen auch ein paar Nachteile.

  1. Die Bänder sind mit dem Silikonschlauch natürlich deutlich größer bzw. höher, was bei der Installation bedacht werden muss.
  2. Beim Neonflex liegt das eigentliche LED-Band innerhalb des milchigen Silikonschlauchs, so dass keine Verbindung zu einem Aluprofil o.ä. hergestellt werden kann. Dadurch können die LEDs innerhalb des Schlauchs ihre Verlustwärme nicht abgeben, was die Lebensdauer reduziert.
  3. Die milchig-opale Silikonhülle schluckt natürlich auch einiges an Licht, so dass beim Neonflex etwa die Hälfte der LED-Effizienz verloren geht. Setzen Sie daher kein Neonflex ein, wenn Sie dessen Vorteile – keine sichtbaren LEDs + biegbar – gar nicht benötigen! Wenn das Band ohnehin nicht zu sehen ist, verwenden Sie weiter ganz normale LED-Streifen. Wenn das Band zwar sichtbar sein soll, aber keine Biegungen geplant sind, ist ein einfaches LED-Aluprofil mit opaler Abdeckung die bessere Option.

Mit den COB-LED-Streifen gibt es nun auch noch eine Alternative zu Neonflex, die ggf. das beste von beiden Varianten – Neonflex und normale LED-Streifen – vereint und zudem noch hoch effizient ist.

COB LED-Strip warmweiss

COB LED-Streifen

COB LED-Streifen

Eine komplett neue Variante von LED-Streifen sind die COB LED-Streifen. COB steht dabei für Chip-On-Board und bekannt war dieses Verfahren bisher bei High-Power LED-Modulen.

Bei COB wird der Phosphor, der bei LEDs das weiße Licht erzeugt, nicht direkt auf die einzelnen LED-Chips aufgetragen, sondern es wird ein großes Array mit LED-Chips als Gesamtheit mit einer Phosphorschicht überzogen.

COB LED-Streifen 24V

Was sehr technisch klingt, hat in der Anwendung einen ganz entscheidenden Vorteil: Sie sehen keine LED-Punkte mehr! Und keine bedeutet hier wirklich GAR KEINE, da eben der gesamte Phosphor als ein durchgehendes Band leuchtet.

Dies ist natürlich für alle Anwendungen ein entscheidender Vorteil, bei dem sonst sichtbare Einzel-LEDs stören. Sei es in einem schmalen Alu-LED-Profil, bei dem sonst noch einzelnen LED-Punkte sichtbar sind oder bei einer abgehängten Linienleuchte oder auch bei der indirekten Beleuchtung, wenn die Abstände sehr kurz sind.

Nachfolgend ein Beispiel mit einem schmalen Alu-LED-Profil (16 x 6mm groß) und LED-Streifen mit verschiedenen LED-Dichten. Das LED-Profil hatte eine typische milchig-opale Abdeckung, die helfen soll, einzelne LED-Punkte unsichtbar zu machen.

LED-Streifen in Aluprofilen mit verschiedenen LED-Dichten

Typische LED-Dichten wie 60LED/ oder 120LED/m erzeugen auch unter der milchigen Abdeckung noch ganz klar sichtbare LED-Punkte. Nur bei sehr enger LED-Anordnung mit 300LED/m entsteht hier ein durchgängiges Lichtband. Allerdings ist dies nur in der Mitte sehr hell und fällt nach außen hin stark ab. Vergleicht man dieses mit einem COB-Band im Aluprofil (Bild ganz links), erzeugt die COB-Lösung hier das bessere Ergebnis.

Vergleich COB zu normalen LED-Streifen

Im Aufbau sind COB-LED-Streifen sehr ähnlich zu normalen LED-Streifen und sie lassen sich dadurch auch genauso einsetzen.

Aufbau normaler LED-Streifen
Aufbau Normaler LED-Streifen
Aufbau COB LED-Streifen
Aufbau COB LED-Streifen

Einziger Unterschied ist der Auftrag des Phosphors. Beim COB wird er als Gesamtheit über alle LEDs aufgetragen und bildet so das durchgehend homogene Lichtband. Alles andere ist im Prinzip gleich. So sitzen die eng bestückten LEDs auf einem flexiblen Trägerband, das unten mit doppelseitigem Klebeband für eine einfache Montage ausgestattet ist.

Auf der Oberseite des Bandes hat man, wie bei normalen LED-Streifen die regelmäßigen Schnittmarken und Lötkontakte für neue Anschlusskabel. An alles Schnittmarken kann der COB-LED-Streifen einfach durchgeschnitten und auf die benötigte Länge angepasst werden.

Teilbarkeit bei COB-LED-Streifen

COB-LED-Streifen sind in allen gängigen Farbtemperaturen von warmweiß über neutralweiß bis kaltweiß und in exzellenter Farbqualität CRI>90 verfügbar.

COB LED-Band warmweiss, 2.500K
COB LED-Streifen warmweiss, 3.000K
COB LED-Band, neutralweiss
COB-LED-Band, kaltweiss

Auch die Effizienz der COB-LED-Streifen ist sehr hoch. Viele Varianten erreichen um die 100 lm/W und erzeugen so mit einer Leistungsaufnahme von 14 Watt/m um die 1.400 Lumen pro Meter. Dies ist selbst für eine indirekte Beleuchtung – also über die Zimmerdecke reflektiert – immer noch genug Lichtstärke, um einen mittelgroßen Raum ausreichend hell zu beleuchten. COB-LED-Streifen sind daher nicht nur für Akzentanwendungen geeignet, sondern können noch einiges mehr.

CCT & RGB COB LED-Bänder

Mittlerweile gibt es nicht nur rein weiße COB LED Bänder, sondern auch solche mit einstellbarer Farbtemperatur und RGB-Varianten für Farbeffekte.

CCT COB LED-Bänder unterscheiden sich äußerlich erst einmal nicht von normalen, rein weißen COB-LED-Bändern, aber es sind unter der COB-Schicht 2 verschiedene Reihen LEDs platziert, die, wie bei CCT LED-Streifen üblich, getrennt angesteuert werden können. So ist eine einstellbare Farbtemperatur realisierbar.

Die Farbtemperatur ist in einem Bereich von 2.700K – 6.000K veränderbar. So sind alle relevanten Weißtöne von warmweiß über neutralweiß bis kaltweiß einstellbar.

RGB COB-LED-Bänder hingegen arbeiten komplett ohne Phosporschicht. Auch hier sind aber die LEDs derart eng angeordnet und unter einer leicht milchigen Silikonschicht verbaut, so dass ein komplett durchgängiges, homogenes Lichtband erstellt.

Die LEDs sind dabei in 3 Reihen Rot, Grün und Blau verbaut. Dennoch ist das Lichtband selbst nur wenige Millimeter breit und das gesamte Band nur 12mm. Winzig kleine LED-Bauformen machen es möglich.

Vorteile von COB-LED-Bändern

Nachfolgend die Vorteile der COB-Technik gegenüber normalen LED-Bändern noch einmal zusammengefasst

  • Keine Einzel-LEDs sichtbar
  • Durchgehend homogenes Lichtband
  • Es können sehr flache, schmale Aluprofile eingesetzt werden
  • Einfache Installation und Montage (im Vergleich COB zu Neonflex)
  • Hohe Effizienz und Leuchtkraft

Wie schnell altern COB-LED-Streifen?

Das grundlegende technische Verfahren ist bei COB-LED-Streifen nicht anders als bei normalen LED-Streifen. Über eine gezielt aufgebrachte Phosphorschicht, wird das Licht von blauen LED-Chips in weißes Licht ungewandelt. Während bei normelen LED-Streifen das Phosphor direkt auf dem LED-Chips sitzt, ist es bei COB global in einer langen Linie über alle LEDs gezogen.

Natürlich gibt es gewisse Alterungserscheinungen bei jedem Phosphor, aber diese sind – sofern die LEDs ordnungsgemäß montiert sind (Stichwort: Aluprofil) – zu vernachlässigen. Der Phosphor bleibt extrem lang stabil (viele Jahre) und Sie werden keine sichtbare Veränderung bei Lichtfarbe oder Helligkeit feststellen. Da bei COB die Phosphor etwas weiter vom LED-Chip, und damit der Wärmequelle, entfernt ist, kann hier ev. sogar von einer noch leicht verbesserten Lebensdauer ausgegangen werden.

Pixel-LED-Streifen

Digitale LED-Streifen

Bei digitalen LED-Streifen können, im Gegensatz zu gewöhnlichen LED-Streifen, alle LEDs unterschiedlich angesteuert werden. Sie werden daher auch als Pixel-LED-Streifen bezeichnet.

Digitale LED-Streifen ermöglichen daher Lauflicht-Effekte und Animationen. Werden mehrere Pixel-LED-Streifen nebeneinander gelegt, lassen sich sogar LED-Matrix Anwendungen bis hin zu (einfachen) LED-Video-Displays realisieren.

Die bekanntesten digitalen LED-Type sind:

Hier ein Beispiel für die Anwendung einiger digitaler LED-Streifen als soundgesteuerter Lichteffekt in einer Bassdrum:

Ein 2. Beispiel mit einer extrem aufwendigen LED-Animation im Inneren eines Flugzeug-Rumpfes. Absolut sehenswert!

Installation digitaler LED-Bänder

Die Installation der digitalen LED-Streifen ist im Prinzip identisch zu der von normalen LED-Streifen. Über rückseitige Klebeflächen können die LED-Streifen an einer geeigneten Stelle montiert werden und zur Stromversorgung wird auch hier ein passendes Netzteil benötigt. Die meisten Pixel-LED-Bänder arbeiten mit 5 Volt Betriebsspannung. Es gibt aber auch einige spezielle Varianten für 12 und 24 Volt.

Pixel LED-Controller

Zur Ansteuerung der digitalen LED-Pixel werden spezielle Controller benötigt. Gewöhnliche LED-Controller steuern ja alle angeschlossen LEDs mit gleicher Helligkeit und Farbe an.

Bei digitalen LED-Streifen soll aber jede LED separat angesprochen werden und daher ist hier auch jede LED auf dem Band entsprechend individuell adressiert. Neben dem + und – der Spannungsversorgung besitzt jedes digitale LED-Band eine Datenleitung, oft genannt „Data“. Manche auch noch eine Leitung „Clock“ für den Takt.

Pixel LED-Controller für bis zu 2.720 Pixel

Pixel LED-Controller können darüber jede LED individuell und zeitgesteuert mit einer bestimmten Farbe und Helligkeit belegen. So entstehen die Animationen und Lauflichter.

Die Animationen können dabei von einem Computer oder auch einem professionellen Lichtpult an den Controller geschickt und von diesem weiter an die digitalen LEDs geschickt werden. Einige Pixel LED-Controller bieten auch die Option, Animationen z.B. von einer SD-Karte direkt an die LEDs zu senden. Bei diesen sogenannten Stand-alone Controllern ist dann also im Betrieb kein Computer oder Lichtpult mehr nötig.

Stand-alone Controller mit SD-Karte

Für den SEDU-Controller existiert auch eine eigene Themeseite, auf der u.a. diverse Programme zur Erstellung von LED-Animationen am Rechner vorgestellt werden: https://www.sedu-board.de/

Digitale LED-Typen & IC’s

Am Markt haben sich eine ganze Reihe verschiedener digitalen LED-Typen etabliert, die alle bestimmte Vor- und Nachteile haben. Für die große Mehrzahl der Anwendungen kann man die Auswahl aber auf wenige Typen begrenzen.

Allen gemein ist, dass die LEDs einen zusätzlichen kleinen Chip (IC) benötigen, der die Adressierung und die Ansteuerung der LEDs übernimmt. Waren diese IC früher noch recht große elektronische Bausteine (vergleich z.B. den Typ WS2801), so sind sie bei modernen Typen derart winzig, dass sie kaum mehr mit bloßem Auge zu erkennen sind.

Nachfolgend eine Auflistung der wichtigsten digitalen LED-Typen:

WS2801

Digitale LED-Streifen mit WS2801 IC’s existieren bereits sehr lang am Markt. Der IC ist vergleichsweise groß und sitzt auf dem Band i.d.R. neben der RGB-LED. Da der IC bereits einiges an Platz benötigt, sind WS2801-LED-Bänder nicht mit engen LED-Bestückungen erhältlich.

Digitale LED-Bänder mit WS2801 haben 4 Anschlüsse:

+ | – | DATA | CLOCK

Das Clock-Signal gibt den Takt vor, weswegen WS2801 LEDs recht unkritisch bezüglich Timing-Schwankungen beim LED-Controller sind. WS2801 können daher auch direkt von einem SPI, z.B. einem Raspberry PI oder anderem Microcomputer, angesteuert werden. Die PWM-Frequenz ist mit 2,5kHz recht hoch.

APA102

APA102 können als Nachfolger von WS2801 angesehen werden. Wieder werden 4 Leitungen inkl. eines CLOCK-Signal benötigt. Die Timing-Toleranz ist noch einmal stark verbessert, so dass APA102 LEDs PWM-Frequenzen bis 20kHz erreichen. Damit sind sie auch für Kamera-Aufnahmen (Anwendung im TV oder bei Events) sehr gut geeignet und erzeugen dort keinerlei Flackern, selbst bei höheren Bildraten.

Im Gegensatz zu WS2801 sind APA102 ICs miniaturisiert und in den RGB-LEDs integriert. Dies hat den Vorteil, dass höhere LED-Dichten – z.B. 60 LED/m – realisiert werden können.

WS2812 / WS2812B

WS2812 LEDs sind sicher heute die am weitesten verbreiten Typen von digitalen LEDs. Sie benötigen nur 3 Anschlüsse:

+ | – | DATA

Durch das Fehlen einer separaten Takt-Leitung (CLOCK) sind WS2812 anfällig für Timing-Schwankungen beim Controller. Dies muss bei entsprechenden Projekten berücksichtigt werden. Es sind dadurch auch keine so hohen PWM-Frequenzen möglich. Nur 430Hz sind möglich, was das menschliche Auge aber immer noch als Flickerfrei wahrnimmt. Eine Kamera hingegen würde sofort starkes Flickern erkennen.

Auch die WS2812 ICs sind winzig klein und in den RGB-LEDs integriert. Es gibt hier digitale LED-Bänder mit 144 LED pro Meter! Im Unterschied zu WS2812 hat der nachfolger WS2812B nur 4 (anstatt 6) Anschluss-Pins, ist geben Verpolung geschützt und bietet ein besseres Wärmemanagment.

SK6812

SK6812 ist ein Nachfolger von WS2812 und bietet einige Vorteile:

  • besserer Ausgleich von Timing-Schwankungen und PWM bis 1.100Hz
  • RGBW und rein weiße digitale LED-Bänder verfügbar
  • robuster gegen Spannungsspitzen

Äußerlich sind SK6812 LEDs kaum von WS2812B (also mit 4 Pins) zu unterscheiden. Da SK6812 auf der anderen Seite keinerlei Nachteile gegenüber WS2812 hat, sollte, wann immer möglich, heute mit SK6812 geplant werden.

WS2815

WS2815 sind ein weiterer LED-Typ, der zu den bekannten WS2811 & WS2812 kompatibel ist, aber einige Vorteile bietet:

  • Die Pixel arbeiten mit 12V anstatt nur 5V wodurch gerade größere Installationen viel einfacher zu installieren sind.
  • Es gibt eine doppelt geführte Datenleitung B & D, so dass bei Ausfall eines Pixels alle anderen Pixel weiter mit Daten versorgt werden.
  • 2.000Hz PWM

WS2815 LED-Streifen

Die WS2815 sind ideal, wenn größere Installationen geplant sind, aber dennoch eine hohe Pixel-Dichte von 30 oder 60 Pixel/m gewünscht sind. Während bei typischen 5V Pixel-Streifen alle 2m eine neue Stromeinspeisung realisiert werden sollte, sind bei den WS2815 LED-Streifen selbst 5m mit nur einer Einspeisung kein Problem.

Die doppelt geführte Datenleitung sorgt für eine erhöhte Ausfallsicherheit.

Varianten von Digitalen LED-Streifen

  • WS2812B – 30 LED/m
  • WS2812B – 60 LED/m
  • WS2812B – 144 LED/m
  • SK6812 RGBW – 30 LED/m
  • SK6812 RGBW- 60 LED/m
  • SK6812 weiß – 60 LED/m
  • APA120c – 30 LED/m
  • APA102c – 60 LED/m
  • APA102c – 60 LED/m

Digitale LED-Streifen über DMX steuern

DMX ist DER Standard in der professionellen Beleuchtungstechnik für Film, TV, Theater & Events. Bei jeder Rockshow wird die Lichttechnik über DMX gesteuert. Sollen hier digitale LED-Streifen eingesetzt werden, müssen entsprechende Converter eingesetzt werden.

Es gibt aber auch einen direkten Weg.

Direct DMX LED-Streifen

Direct DMX Streifen können ohne Converter direkt über das DMX-Signal angesteuert werden. Dazu sind kleine ICs auf den Streifen verbaut, die die LEDs adressieren, das DMX-Signal interpretieren können und dann alle LEDs entsprechend ansteuern.

  • 32 LED/m – 2 LED pro Pixel
  • 12 Volt Betrieb
  • 60 LED/m – 6 LED pro Pixel
  • 24 Volt Betrieb
  • AdressWriter für Direct-DMX Streifen

RGBW LED-Streifen 12V & 24V

Farbeffekte mit RGBW LED-Streifen

Eine besondere Stärke von LEDs sind die Farbeffekte, die man mit diesen erzeugen kann. Zahlreiche LED-Bänder am Markt kombinieren rote, grüne und blaue LEDs und erlauben so über Farbmischung die Beleuchtung mit jeder erdenklichen Lichtfarbe. Orange, Türkis, Violett, Gelb, hellblau, rosa usw. Im Prinzip ist alles möglich.

Weißes Licht mit RGB-LEDs

Durch die Kombination von roten, grünen und blauen LEDs kann natürlich auch weißes Licht gemischt werden. Jedoch ist dieses „weiße“ Licht ein sehr unnatürliches weißes Licht. Dies liegt an den sehr engen Lichtspektren, die farbige LEDs erzeugen. Enge Lichtspektren können zwar extrem gesättigte, strahlende und tiefe Lichtfarben erzeugen, kombiniert man diese aber, um weißes Licht zu erreichen, weist das resultierende Misch-Spektrum immer noch große Lücken auf.

Links: Glühlampen-Spektrum | Rechts: RGB-LED-Spektrum
Links: Glühlampen-Beleuchtung | Rechts: RGB-LED-Beleuchtung

Diese lückenhaften Spektren führen zu unnatürlichen Farben. Nur Farbanteile, die im Licht enthalten sind, können von angeleuchteten Objekten (im Bild unten Gemüse, Obst, Blumen usw.) auch zurück reflektiert werden. Im Lichtspektrum der RGB-LEDs gibt es z.B. kaum gelbe Anteile. Daher sieht eine gelbe Paprika unter diesem Licht auch nicht mehr hell und gelb aus, sondern dunkler und orange.

RGB+W LED-Streifen

Möchten Sie nicht nur Farbeffekte realisieren, sondern auch ein hochwertiges weißes Licht zur Verfügung haben, sollte ein RGBW-LED-Lichtband zum Einsatz kommen. Bei diesem ist zusätzlich zu den RGB-Farb-LEDs eine weiße LED verbaut, meist warmweiß (im Bild die mit gelbem Phosphor überzogenen LEDs).

Diese verbessert das weiter oben beschriebene minderwertige Lichtspektrum von reinen RGB-LEDs deutlich. Heutzutage sind weiße LEDs verfügbar, deren Lichtqualität kaum mehr von Glühlicht zu unterscheiden ist.

Wir empfehlen mittlerweile bei allen Anwendungen im Innenbereich RGBW-LEDs anstatt nur RGB. Bei Hauptbeleuchtungen sowieso, aber auch bei Akzentbeleuchtungen erhalten Sie so ein überzeugenderes Ergebnis.

Reine RGB-Lösungen sind nur bei expliziten Effektanwendungen, wie z.B. beim Theater oder bei Events sinnvoll.

Was sind 3-in-1 oder 4-in-1 LEDs?

Früher wurden bei RGB-LED-Streifen immer separate farbige LEDs verbaut. Auf dem Streifen waren dann rote, grüne und blaue Einzel-LEDs nebeneinander positioniert. In gewissem Abstand ergaben auch diese separat platzierten LEDs eine sehr gute Lichtmischung, aber wenn der Abstand gering war – z.B. bei einer indirekten Beleuchtung mit nur 5cm Abstand zu Wand oder Decke oder beim Einsatz in einem Aluprofil mit milchig-weißer Abdeckung als Lichtband – funktionierte die Lichtmischung nicht mehr richtig. Die einzelnen roten, grünen und blauen Lichtkegel waren dann wahrnehmbar und auch Schatten zeichneten sich mehrfarbig ab.

Daher wurden vor einiger Zeit so genannte 3-in-1 LEDs entwickelt, bei denen in einem einzigen LED-Gehäuse winzige Chips mit allen 3 Farben Rot, Grün und Blau sitzen. Selbst in kürzestem Abstand (weniger Millimeter) wird so eine perfekte Farbmischung erreicht.

Auch für RGBW-Lösungen wurde diese Variante – dann als 4-in-1 LED – bereits entwickelt.

RGBW 4-in-1 LED-Band

Planen Sie also eine Lichtinstalltion mit sehr kurzen Distanzen – entweder als Lichtband oder indirekt gegen Wand, Decke o.ä. – verwenden Sie 3-in-1 bzw. 4-in-1 LED-Streifen. Allerdings ist es nicht möglich, helle weiße LED-Chips zusammen mit RGB in nur einer LED zu kombinieren. Möchten Sie also eine Raum-Hauptbeleuchtungmit zusätzlichen RGB-Farbeffekten, ist dies nur mit separaten, weißen LEDs möglich.

Varianten von RGB & RGBW-LED-Streifen

Nachfolgend eine Auswahl verschiedener RGB & RGBW LED-Streifen für unterschiedliche Anwendungen:

RGB-LED-Bänder

RGB Akzentanwendungen

  • 30 LED/m
  • 7 Watt/m
  • <10€/m

RGB Standard

  • 60 LED/m
  • 14 Watt/m
  • über 15€/m

RGB High-End

  • 120 LED/m
  • 28 Watt/m
  • 1.300 Lumen/m

RGBW-LED-Bänder

RGBW Akzentanwendungen

  • 72 LED/m
  • 23 Watt/m
  • 4-in-1 LEDs

RGBW mit Wasserschutz

  • 72 LED/m
  • 23 Watt/m
  • IP67 Wasserschutz

RGB + helles Weiß

  • >1.000 Lumen/m
  • CRI >95 Warmweiß
  • 28 Watt/m

Controller für RGB & RGBW

Für die Steuerung der RGBW-Farbeffekte und natürlich auch für das Regeln der Helligkeit (Dimmen) werden entsprechende Controller benötigt. Die Controller werden zwischen Netzteil und LED-Bändern installiert.

Häufig können die Controller dann über eine Funk-Steuerung angesprochen werden. Hier gibt es klassische Handfernbedienungen, aber auch Varianten für die Wandmontage:

RGB(W)-Handfernbedienung

RGB(W)-Funkwandsteuerung
RGB-Funkwandsteuerung

Natürlich gibt es auch Controller-Varianten für Heimautomations-Systeme oder für Systeme aus dem Event- und Theaterbereich:

ZigBee LED Controller
KNX LED Controller
Prof. DMX LED Controller
Tuneable White LED-Streifen

Einstellbare Farbtemperatur

LED-Streifen mit einstellbarer Farbtemperatur sind eine sehr komfortable Möglichkeit, die Beleuchtung immer an die jeweilige Situation und Vorliebe anzupassen.

Früh morgens kann ein kühlerer Farbton aktivierend und belebend wirken. Abends hingegen sind warme, gemütliche Farbtemperaturen zu bevorzugen.

LED-Streifen mit einstellbarer Farbtemperatur – häufig auch als CCT abgekürzt (vom englischen Coralated Color Temperatur) – bieten hier die Möglichkeit, den Farbton stufenlos zu ändern. Dimmen ist natürlich ebenso möglich.

Was genau ist eine Farbtemperatur?

Grob werden weiße LEDs (und auch andere weiße Lichtquellen) in warmweiß, neutralweiß & kaltweiß unterschieden. Präziser ist die Angabe über eine Farbtemperatur. Die Einheit dafür ist Kelvin – kurz K.

Je größer die Kelvin-Zahl ist, desto kühler oder bläulicher ist das Licht. Typische LEDs beginnen bei warmweiß 2.500K – entspricht warmen Glühlicht – über 3.000K (ebenfalls noch warmweiß) – 4.000K (neutralweiß) bis hin zu kaltweiß 6.000K (entspricht in etwa dem Tageslicht, dass durchs Fenster scheint).

Wie ist ein LED-Band mit einstellbarer Farbtemperatur aufgebaut?

Bei einem LED-Lichtband mit regelbarer Farbtemperatur sind warmweiße und kaltweiße LEDs gleichmäßig auf dem Band verbaut. Manchmal werden dafür 2 separate LEDs verwendet, manchmal auch sogenannte 2-in-1 LEDs, bei denen in einem LED-Gehäuse ein warmweißer und ein kaltweißer Chip untergebracht sind. Für die Anwendung macht das aber i.d.R. keinen großen Unterschied.

Sinnvollerweise sind natürlich beide LEDs oder LED-Chips in etwa gleich hell. Ein passender CCT-LED-Controller kann dann beide LED-Farben gezielt ansteuern und so auch Mischwerte (wie Neutralweiß) erzeugen.

LED-Controller für einstellbare Farbtemperatur

Damit eine variable Farbtemperatur eingestellt werden kann, muss natürlich ein entsprechender Controller eingesetzt werden. Üblich sind kompakte LED-Controller, die zwischen Netzteil und LED-Lichtband installiert werden. In der Mehrzahl lassen sich diese Controller per Funk steuern, so dass klassische Handfernbedienungen aber auch Funk-Wandsteuerungen eingesetzt werden können.

CCT-Controller

CCT-Handfernbedienung
CCT-Wandsteuerung
CCT-Touchpanel

Varianten von LED-Streifen mit einstellbarer Farbtemperatur

Auch für LED-Streifen mit einstellbarer Farbtemperatur gibt es mittlerweile eine große Anzahl an Optionen für die verschiedensten Anwendungen:

Akzentbeleuchtung

  • 120 Dual-LED/m
  • 2 x 800 Lumen/m
  • 2 x 10Watt/m
  • < 20€/m

Hauptbeleuchtung

  • 240 Dual-LED/m
  • 2 x 1.600 Lumen/m
  • 2 x 20 Watt/m

Höchste Farbqualität

  • 60 Dual-LED/m
  • 2 x 1.200 Lumen/m
  • 2 x 15 Watt/m
  • CRI>95

CCT COB LED

CCT COB LED Streifen
  • winzige LEDs unter einer Phosporschicht
  • keine Einzel-LEDs sichtbar

CCT LED-Streifen mit extra warmen Weiß

Für zahlreiche Anwendungen wird heute ein ganz besonders warmes Weiß gewünscht. Also nicht nur die üblichen 3.000 oder 2.700 Kelvin, sondern noch deutlich wärmer. In Wohnräumen kann so z.B. ein noch gemütlicheres, behaglicheres Licht erzeugt werden, wie es z.B. auch von gedimmten Glühlampen oder gar Kerzen bekannt ist.

Spezielle CCT-LED-Streifen adressieren dieses Bedürfnis und verwenden warmweiße LEDs mit. z.B. nur 2.200 Kelvin. Kombiniert werden diese z.B. mit neutralweißen LEDs um die 4.000 Kelvin.

Die weiteren Eigenschaften und auch die Ansteuerung sind identisch zu normalen LED-Streifen.

Leistungsaufnahme bei Dual-White LED-Streifen

Die Leistungsaufnahme – umgangssprachlich der „Stromverbrauch“ – wird bei einem LED-Lichtband in Watt pro Meter, kurz Watt/m oder nur W/m, angegeben. Hier haben Lösungen mit einstellbarer Farbtemperatur (CCT) eine Besonderheit. Die meisten LED-Controller regeln die CCT-Bänder so, dass, egal welche Farbtempertur eingestellt wird, die Helligkeit immer etwa konstant bleibt. Bei maximal warmer Farbtemperatur (z.B. 2.500 Kelvin) leuchten die warmweißen LED mit 100%, die kaltweißen mit 0%. Andersherum leuchten bei maximal kühler Farbtemperatur (z.B. 6.000 Kelvin) die kaltweißen LED mit 100% und die warmweißen mit 0%.

Um die Helligkeit auch bei mittleren Farbtemperaturen (z.B. 4.000 Kelvin) konstant zu halten, werden hier die Prozentwerte entsprechend angepasst. Z.B. dann warmweiß mit 60% und kaltweiß mit 40%. Es werden hier also niemals beide LED-Typen, warm- und kaltweiß, zugleich mit voller Leistung angesteuert. D.h. ein Dual-White LED-Streifen, der mit einer Leistungsaufnahme von 2 x 10 Watt/m angegeben ist, wird in Realität niemals 20 Watt/m benötigen, sondern nie viel mehr als 10 Watt/m. Daher können Netzteile und Verbindungskabel entsprechend kleiner ausgelegt werden.

ACHTUNG: Es gibt einige Controller, z.B. DMX-Controller, bei denen es durchaus möglich ist, beide LED-Typen zugleich mit 100% zu betreiben. In einem solchen Fall müssen dann natürlich alle Komponenten für die Maximalleistung ausgelegt sein.

LED-Streifen warmweiß CRI90

Weiße LED-Streifen

Geht es um die generelle Beleuchtung – also nicht um Effekte – kommen in aller Regel weiße LEDs zum Einsatz. Am häufigsten sicherlich warmweiße LED-Streifen, die dem Licht entsprechen, dass wir von Glühlampen und Halogenlicht kennen. Jedes weiße LED-Lichtband besteht aus einer Vielzahl weißer LEDs, die es heutzutage in den unterschiedlichsten Helligkeit von Ambiente bis extrem hell gibt.

Wie funktioniert eine weiße LED?

Jede weiße LED basiert ursprünglich auf einem blauen LED-Chip (die blaue Spitze links in den nachfolgenden Spektralbildern). Auf dem blauen LED-Chip ist ein Phosphor aufgebracht, der einen Teil des blauen Lichts konvertiert (der breitere Teil rechts im Spektrum), so dass in der Summe weißes Licht entsteht. Je mehr Phosphor genutzt wird, desto mehr tendiert die LED Richtung warmweiß.

Welche Eigenschaften sind bei weißen LED-Streifen wichtig?

Wie bei jedem LED-Lichtband gibt es auch hier eine ganze Reihe an Eigenschaften, auf die geachtet werden muss. Leistungsaufnahme, Spannung, LED-Dichte, Streifenbreite, IP-Schutzart uvm. Bei weißen LED-Streifen sind jedoch die folgenden Kennwerte ganz besonders wichtig:

Farbtemperatur

Diese beschreibt die Lichtfarbe von warmweiß (um die 3.000 Kelvin), über neutralweiß (ca. 4.000 Kelvin) bis tageslichtweiß (ab 6.000 Kelvin). Meist wird die Einheit Kelvin mit K abgekürzt. In privaten Innenräumen wird meist warmweiß (2.700K oder 3.000K) eingesetzt. Seltener auch neutralweiß. In Arbeitsräumen, Büros und generell überall, wo das Licht die Konzentration unterstützen soll, empfehlen sich 4.000 – 6.000K.

CRI Farbwiedergabe

Der CRI beschreibt, wie naturgetreu Farben vom Licht wiedergegeben werden. Waren LEDs früher hier eher schlecht, d.h. das Licht war unnatürlich, sind heute bei weißen LEDs CRI>90 kein Problem mehr und sollten bei höherwertigen Projekten auch gewählt werden.

Helligkeit

Besonders bei weißen LED-Streifen gibt es eine extreme Bandbreite an Helligkeiten. Angegeben wird diese in Lumen pro Meter oder kurz lm/m. Ein LED-Lichtband mit einer Helligkeit <1.000lm/m sollte gewöhnlich nur für Akzentanwendungen eingesetzt werden. Die Obergrenze bilden aktuell Bänder mit 4.000lm/m!

Wichtig! Die Helligkeit hat nichts mit der Farbtemperatur zu tun. Ein warmweißes LED-Band kann genau so hell sein wie ein neutralweißes oder kaltweißes.

LED-Dichte

Die LED-Dichte wird gewöhnlich in LED/m angegeben. Sie ist z.B. dann wichtig, wenn der LED-Streifen hinter einer Milchglasabdeckung eingesetzt wird und die LEDs aber nicht als solche erkennbar sein sollen. Damit ein durchgehendes Lichtband ohne einzelne Punkte entsteht, müssen die LEDs entsprechend dicht beieinander sitzen. 120 LEDs/m und mehr sind heute weithin verfügbar. Natürlich spielt hier auch der Abstand der LEDs zur Michglasabdeckung eine Rolle.

Abstand LED<>Abdeckung: 5mm

Abstand LED<>Abdeckung: 10mm
Abstand LED<>Abdeckung: 20mm

Varianten von weißen LED-Streifen

Im Folgenden eine Auswahl verschiedener weißer LED-Streifen für unterschiedliche Anwendungszwecke:

Einfache Akzentbeleuchtung

  • 120 LED/m
  • 800 Lumen/m
  • CRI>90
  • <10€/m

Raumhauptbeleuchtung

  • 120 LED/m
  • 1.800 Lumen/m
  • CRI>90
  • mit Konstantstromquellen

Homogene Lichtbänder

  • 300 LED/m
  • 1.800 Lumen/m
  • CRI>90

Enge Platzverhältnisse

  • 60 LED/m
  • 700 Lumen/m
  • nur 5mm breit

Höchste Farbtreue

  • 126 LED/m
  • 2.300 Lumen/m
  • CRI>95
  • mit Konstantstromquellen

Superhell

  • 128 LED/m
  • 4.000 Lumen/m
  • CRI>80
  • mit Konstantstromquellen

Passgenau

  • 60 LED/m
  • 1.050 Lumen/m
  • teilbar alle 1,7cm

Enge Radien

  • 60 LED/m
  • 720 Lumen/m
  • seitlich biegbar

Neonflex

  • 120 LED/m im Silikonschlauch
  • 340 Lumen/m
  • keine Einzel-LEDs sichtbar

Dimmen von LED-Streifen

Generell können fast alle LED-Streifen mit passenden Controllern gedimmt werden. Die Controller werden zwischen Netzteil und LED-Band installiert und bieten eine Fernsteuerung. Als Fernsteuereinheit kommen klassische Handfernbedienungen, Funk-Wandsteuerungen aber natürlich auch kabelgebundene Systeme (z.B. aus der Heimautomatisierung) in Frage:

Funk-LED-Controller

Handfernbedienung
Funk-Wandtaster
KNX-LED-Controller

Hochwertige Controller besitzen eine Memory-Funktion. D.h., bei Stromverlust merken sich die Controller die letzte Einstellung. Wenn z.B. mit einem gewöhnlichen Lichtschalter die LEDs aus und wieder eingeschaltet werden, leuchten diese genauso hell weiter, wie vor dem Ausschalten. Es muss also nicht jedesmal erneut die passende Helligkeit eingestellt werden.