Eine der wichtigsten und zugleich schwierigsten Fragen bei der Planung einer LED-Installation ist die Frage nach der benötigten Helligkeit der LEDs.

Wie wird die Helligkeit angegeben?

Wenn wir über Helligkeit sprechen, müssen wir mindestens 3 verschiedene Begriffe – präziser physikalische Größen – klar unterscheiden können. Ein großer Fehler von Anfängern ist es, diese 3 Größen miteinander zu vermischen, was dann zu völlig unsinnigen Vergleichen und Entscheidungen führt.

Die 3 wichtigen physikalischen Größen beim Licht sind:

  • Der Lichtstrom – gemessen in Lumen (kurz lm)
  • Die Lichtstärke – gemessen in Candela (kurz cd)
  • Die Beleuchtungsstärke – gemessen in Lux (kurz lx)

Wie hängen Lichtstrom, Lichtstärke und Beleuchtungsstärke zusammen?

Bei den meisten Leuchtmittel, seien es LED-Streifen, aber auch normale Leuchten und Lampen, ist die Helligkeit als Lichtstrom in Lumen angegeben. Wir können diese z.B. aus den technischen Daten bei einem Onlineshop für LED-Streifen entnehmen oder auch von einer Verpackung.

Was wir letztlich als Helligkeit im Raum wahrnehmen sind aber nicht Lumen sondern sind die unterschiedlichen Beleuchtungsstärken in Lux.

Wie hängt dies miteinander zusammen? 3 Bilder sollen es verdeutlichen:

E27 Lampe
LED-Streifen
LED-Spot

Wir haben hier 3 verschiedene Lichtquellen, eine klassische E27 Lampe, einen LED-Streifen und einen gerichteten LED-Spot. Wir können zur Vereinfachung annehmen, dass alle 3 Leuchtmittel den selben Lichtstrom von z.B. 500 Lumen erzeugen.

Der Lichtstrom, gemessen in Lumen, gibt also an, wie viel Licht eine Lichtquelle insgesamt abgibt. Unabhängig davon, wie stark das Licht gerichtet bzw. gebündelt ist. Der Lichtstrom ist alles Licht, was die Lichtquelle emittiert.

Die 3 Lichtquellen geben diesen Lichtstrom aber auf ganz unterschiedliche Art ab. Die E27-Lampe strahlt in alle Richtungen gleichmäßig viel Licht ab. Der LED-Streifen leuchtet schon deutlich mehr nach unten als zu den Seiten. Der LED-Spot schließlich lenkt fast sein gesamtes Licht direkt nach unten und fast nichts zur Seite.

Die Lichtstärke, gemessen in Candela, ist also das Licht, was eine Lichtquelle in eine definierte Richtung abstrahlt. Schauen wir bei den Beispielen, was die Lichtquellen jeweils direkt nach unten abstrahlen, so hat der LED-Spot hier eine viel höhere Lichtstärke als der LED-Streifen und die LED-Streifen wiederum eine viel höhere Lichtstärke als die E27 Lampe. Alles bei gleichem Lichtstrom, aber die Verteilung ist eben unterschiedlich gerichtet.

Aus der Lichtstärke ergibt sich, welche Helligkeit letztlich unten, z.B. auf dem Fußboden oder dem Schreibtisch ankommt.

Die Beleuchtungsstärke, gemessen in Lux, ist das Licht, was auf dem gewünschten Bereich ankommt. Also letztlich das, was uns interessiert. Wir wollen eine bestimmte Helligkeit auf dem Tisch oder auch eine bestimmte Helligkeit auf der Wand oder auf diesem Bild usw. Licht an sich ist nicht sichtbar. Es ist nur das sichtbar, was ausreichend hell von Licht angestrahlt wird.

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