Warmweiße LED-Bänder sind sehr beliebt, besonders bei der Gestaltung von Innenräumen. Häufig wird eine gemütliche Lichtstimmung bevorzugt und so werden Warmweißtöne mit 3.000K oder 2.700K gewählt.

Vergleicht man diese Weißtöne aber mit anderen, als gemütlich wahrgenommenen Lichtarten, fällt auf, dass durchaus noch niedrigere Kelvin-Werte sinnvoll wären. So hat eine normale Glühlampe um die 2.900 Kelvin, gedimmt sinkt die Farbtemperatur aber deutlich ab, auf 2.500K und noch weniger. Das Feuer einer Kerzenflamme z.B. hat gar deutlich unter 2.000 Kelvin.

Es gibt daher für gemütliche Lichtstimmungen einen klaren Bedarf nach besonders niedrigen Farbtemperaturwerten und dieser wird auch adressiert. So gibt es rein weiße LED-Bänder in einigen Fällen nicht nur in Varianten mit 3.000K oder 2.700K sondern auch mit besonders warmen 2.300K und mehr. Ein Beispiel wäre das LED-Band LK04-26b von LED-Studien, das auch in 2.300 Kelvin und sogar in einer Variante mit nur 1.800 Kelvin verfügbar ist:

CCT LED-Streifen mit sehr warmen Weiß

Auch LED-Streifen mit einstellbarer Farbtemperatur, auch CCT oder Tunable White LED-Stripes genannt, gibt es mit besonders niedrigen Farbtemperaturen. Typisch sind bei CCT-LED-Streifen Farbtemperaturbereiche von warmweiß 3.000 oder 2.700K bis kaltweiß 6.000K, die sich stufenlos einstellen lassen. Wie oben bereits erwähnt, sind für gemütliche Lichtstimmungen oft noch wärmere Weißtöne gewünscht, die z.B. an gedimmtes Glühlicht oder gar Kerzenlicht erinnern.

Im Beispiel oben werden die Möglichkeiten eines CCT-LED-Streifens gezeigt, der so etwas kann. Der LK04-9g von LED-Studien.de bietet einen Farbtemperaturbereich von 2.200 extra warmweiß bis 4.000K neutralweiß. Er arbeiten mit 120 LED/m, wobei die 60 extra warmweißen LEDs um die 600lm/m erzeugen können und die 60 neutralweißen LEDs sogar 800lm/m. Der LK04-9g ist somit für Akzentanwendungen sehr gut geeignet, aber auch zur Grundbeleuchtung kleiner bis mittelgroßer Räume:

Wirft man einen Blick auf die Farbspektren der beiden LED-Typen, erkennt man zum Einen den sehr ausgeprägten rötlichen Anteil bei den LEDs mit 2.200 Kelvin und zum Anderen, dass beide LED-Typen eine extrem gute Farbqualität bieten. Beide erreichen sogar CRI>95 mit sehr guten Ergebnissen in praktisch allen Farbwerten:

Auch wenn kaltweißes Licht in Innenräumen hier in unseren Breitengraden nur äußerst selten zum Einsatz kommt, könnte die Frage aufkommen, warum der LK04-9g nur bis zu 4.000K Neutralweiß reichts und nicht stattdessen kaltweiße LEDs mit z.B. 6.000K verbaut hat. Schließlich wäre so ein noch größerer Farbtemperaturbereich möglich und 4.000K würden sich durch Mischen ja weiterhin erzeugen lassen.

Der Grund liegt in der speziellen Kurvenform der weißen Lichtarten. Man spricht auch vom Planck’chen Kurvenzug. Die verschiedenen Farbtemperaturen sind nämlich nicht auf einer Gerade angeordnet, sondern lichttechnisch und farbmetrisch bedingt, auf einer recht deutlich gebogenen Kurve. Sichtbar als schwarzer Bogen in der folgenden Grafik eines uv-Farbdiagramms, der sich von unter 2.000K bis weit über 10.000K spannt. Die beiden farbigen Punkte sind die extra warmweiße und die neutralweiße LED des LK04-9g eingetragen im uv-Diagramm:

Nur Weißtöne, die auf dieser Kurve liegen, werden als reine Weißtöne erkannt. Liegt eine weiße LED z.B. über dem Kurvenzug, was häufig vorkommt, nehmen wir dieses Weiß als grünstichig wahr. Liegt die weiße LED unter dem Kurvenzug, wird sie als rosa oder magenta-stichig angesehen.

Werden 2 Farben gemischt, wird sich die gemischte Farbe immer auf einer Gerade zwischen den beiden Originalfarben befinden. Ganz zwangsläufig wird also beim Mischen von warmweißen und kaltweißen LEDs das Resultat unterhalb des Kurvenzugs liegen und daher mehr oder weniger rosa-stichig sein.

Der Farbtemperaturbereich von 2.200K bis 4.000K beim CCT-LED-Band LK04-9g ist also ganz bewusst gewählt, da sich hier die gemischten Farbtemperaturen, z.B. ein 3.000K noch recht nah am Kurvenzug befinden und der Rosa-Stich kaum zu sehen ist. Würde man hingegen 2.200K und 6.000K mischen, wären die Mischergebnisse deutlich weiter vom Kurvenzug entfernt und 3.000K oder 4.000K wären sichtbar rosa-stichig. CCT-LED-Streifen sollten daher niemals einen zu großen Bereich überspannen, denn dann wären alle Zwischenwerte mehr und mehr unbrauchbar. Dies gilt insbesondere für LED-Streifen mit extra warmweißen LEDs.

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